Gestüt Paso Robles GbR


 
 
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Rasseportrait Paso Peruano

Seit über zwei Jahrzehnten gibt es Paso Peruanos in Europa und ihre Zahl steigt stetig an.
Das Phänomen Paso ist schwer zu beschreiben, und doch so einfach zu begreifen: aufsitzen und sich wohl fühlen.

Der Paso Peruano zeigt sich als ein eleganter, leichtrittiger Naturtölter, mit deutlich iberischem Gepräge.
Sein besonderes Wesensmerkmal verkörpert der Paso wie keine andere Rasse: Brio, das heißt Feuer, Arbeitseifer, Menschenbezogenheit, nobler Charakter; feinfühlig, sensibel, vertrauensvoll, gelehrsam und ständig bereit, dem Reiter zu gefallen.
Temperament, mit zwei Fingern zu beherrschen.
Als Dreigänger beherrscht er Schritt, Paso Llano (Tölt) und den Galopp. Der Paso Peruano ist ein Naturtölter.
Der Tölt ist genetisch stärker fixiert als bei jeder anderen Gangpferderasse und ohne technische Hilfsmittel und Manipulationen seine dominierende Gangart. Der so genannte Termino ist das rassetypische seitliche Ausschwingen der Vorderbeine aus der Schulter heraus.
Im Gegensatz zum Bügeln wird der Termino mit lockerer Schulter, fließender Rollbewegung der ganzen Vorderextremität und gutem Raumgriff ausgeführt. Erwünscht ist der reine Viertakt (Paso Llano), eine leichte Passverschiebung in höherem Tempo wird toleriert (Sobreandando).
Traditionell wird eine Verschiebung zum Trab züchterisch nicht angestrebt und reiterlich nicht gefördert.
Auch der Galopp wird in Peru auf Schauen wenig gezeigt.
Als ideales Freizeitpferd bietet der Paso aber auch diese Gangarten in lockerer Form an. In der moderneren Ausbildung wird auch der Trab und Galopp zur Gymnastizierung  gefordert.

Gute Reiter und Ausbildung verfeinern die Bewegungen des Pasos zu der Leichtigkeit eines Tänzers.
Reiten wird zum absoluten Genuss. Leichtfüßige Emsigkeit, Lebhaftigkeit, spritzige und tänzerische Geschmeidigkeit
sind ihm in die Wiege gelegt.

Woher stammen diese Ausnahmepferde?
Gangpferde werden seit Jahrhunderten als bequeme Reitpferde systematisch gezüchtet.
Neben ihrer Gangveranlagung wurde immer besonderer Wert auf ein umgängliches Wesen gelegt.
Tölter, die "Zelter" des Mittelalters, waren wegen ihres sanften, erschütterungsfreien Ganges überall in der Welt die begehrtesten
und teuersten Reitpferde.
Mit den Eroberungszügen in Südamerika wurden Pferde spanischer Rasse in die neue Welt gebracht. Dort wurden die Gang- und Charaktermerkmale im Sinne iberischer Reittradition weiter selektiert.
In Europa gerieten die Gangpferde mit dem Aufkommen der Kutschen und eines guten Straßennetzes in Vergessenheit.

In Südamerika hat sich wertvolles Genmaterial erhalten, auf welchem die heutigen Pasozuchten aufbauen.
Seit 1534 werden in Peru die Paso Peruanos gezüchtet. Als Zuchtgrundlagen dienten altiberische Pferderassen wie Asturcones, Galicenos, Garranos und Marismenos. Sie wurden mit Berbern und neuspanischen Rassen wie Cartujanos, Genetas, Valenzeolos u.a. laufend verbessert.
Seit 1946 gibt es in Peru ein zentrales Zuchtbuch, seit 1972  werden in den USA Register geführt.
Die Population beträgt in Peru ca. 8.000, in USA und Kanada ca. 25.000, in Europa ca. 800, in andern Ländern ca. 1.000
( Stand 1998)

Das Erscheinungsbild des Paso Peruano:  Bei einem Stockmaß von 1,43 - 1,53 wird er in Peru als anspruchsloses Reitpferd gezüchtet.
Er kommt aber auch der typischen südamerikanischen Freude am Repräsentieren entgegen. Er soll im Gesamteindruck seine spanische, bzw. nordafrikanische Abstammung erkennen lassen.

Der Kopf ist trocken, mit geradem oder leicht konvexem Profil, breiter Stirn, wachem Auge und starkem Behang.
Der Hals hoch aufgesetzt und eher stark entwickelt, lange schräge Schulter, Kruppe leicht abfallend mit tiefem Schweifansatz,
harte, eher kleine Hufe, seidiges kurzes Fell in allen Farben.

Der Paso Peruano wird als Langstreckentölter zum Spazier- und Wanderreiten und als bequemes und sensibles Freizeit- und Familienpferd geschätzt.
Daneben fühlt er sich auf Paso Peruano- und anderen Gangpferdeturnieren zu Hause. Eine Aufspaltung in Freizeit- und Showpferd wird absolut nicht gewünscht. Auch im Viereck macht der Paso eine gute Figur.

Er wird vorwiegend robust im Offenstall und Weidehaltung im Herdenverband gehalten.
Trotz seines spanischen Temperaments ist der Paso ein idealer Freizeitpartner.
Für absolute Reitanfänger ist er allerdings zu sensibel. Er toleriert zwar eine Menge Reiterfehler, verkraftet aber ständige missverständliche Signale oder grobe Behandlung auf Dauer nicht.
Deshalb ist eine reiterliche Grundausbildung Voraussetzung bevor man sich für diese Pferderasse entscheidet.
Schönheit, Ausstrahlung und Reiteigenschaften machen den Paso Peruano zu einem Reitpferd der Luxusklasse, das auf der Welt einzigartig ist.

Auf dem Gestüt "Paso Robles" im Westerwald wachsen diese besonderen Pferde mit vielen anderen Rassen in einer Herde auf.
Kreuzungen mit Pasos,  so genannte Pasoot; im Westerwald wachsen diese besonderen Pferde mit vielen anderen Rassen in einer Herde auf.
Kreuzungen mit Pasos,  so genannte Paso Partbreds, sind hervorragende Pferde, die auch als Lehrpferde in der
Reitschule "Pferdehof in den Eichen" eingesetzt werden.
Fohlen aus Anpaarungen mit eingetragenen Paso Peruano Hengsten haben im Rheinischen Pferdestammbuch ein eigenes Stutbuch.
Die Fohlen und Jungpferde werden von Ingeborg Hellwig und ihrer Familie liebevoll aufgezogen, vielseitig ausgebildet und teilweise auf internationalen Turnieren erfolgreich vorgestellt.

Lernen Sie diese Pferde kennen. Erleben Sie die Faszination des Paso Llano!